Verlangen

Salvador Dali • Malerei, 1929, 22×35 cm
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Über das Kunstwerk
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Kunstgattung: Malerei
Motiv und Objekte: Allegorische Szene
Kunststil: Surrealismus
Technik: Öl
Materialien: Pappe
Erstellungsdatum: 1929
Größe: 22×35 cm
Das Kunstwerk befindet sich in den ausgewählten Sammlungen: 8 selections

Bildbeschreibung «Verlangen»

Salvador Dali war von 1929 bis 1941 offiziell mit dem Surrealismus verbunden. Doch auch danach spiegelte seine Arbeit den Einfluss des surrealistischen Denkens und der surrealistischen Methodik wider. Seine Extravaganz, seine Vorliebe für dramatische Effekte und sein Talent zur Eigenwerbung sowie seine hyperaktive Vorstellungskraft belebten die künstlerische Bewegung selbst und trugen zu ihrer Popularität bei. Dali, der zu Halluzinationen und paranoiden Visionen neigte, entwickelte diese seltsamen Motive für seine Gemälde. Er hat sie so gründlich nachgebildet, dass sie sich Sorgen um ihre klinische Prosaizität machten. Solche Arbeiten spiegeln die Besessenheit der Surrealisten von Träumen und Unbewusstem wider.

"Die Manifestation von Wünschen", geschrieben im Sommer 1929, ist ein kleines Juwel über Dalis sexuelle Angst vor einer Liebesbeziehung mit einer verheirateten Frau, die 10 Jahre älter ist als er. Diese Frau, Gala - damals die Frau des surrealistischen Dichters Paul Eluard - wurde später die Muse und Begleiterin der Künstlerin für den Rest ihres Lebens. Er malte das Bild nach einem Spaziergang allein mit seiner Geliebten.

Dali nahm sieben vergrößerte Kieselsteine in die Komposition auf, auf denen er präsentierte, was ihn vor sich erwartet: "ängstliche" Löwenköpfe (die nicht sehr "seine Wünsche manifestieren", wie der Titel des Bildes andeutet) sowie die Krone einer Perücke und eine Ameisenkolonie (Symbolzerlegung). Darüber hinaus gibt es verschiedene Gefäße (eines in Form eines Frauenkopfes) und drei umarmende Figuren auf einem Sockel. Dali zeichnete keine Löwenköpfe, sondern schnitt sie höchstwahrscheinlich aus einem Kinderbuch heraus. Dabei stellte er den detaillierten Stil der Buchillustrationen geschickt seinem eigenen gegenüber. Diese Collage-Elemente sind von den übersättigten Farben und dem akribischen Realismus des Restes der Komposition praktisch nicht zu unterscheiden.

"The Phenomenon of Desires" ist Teil der Sammlung des Metropolitan Museum of Art in New York.
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