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Dance (II)

Henri Matisse • Malerei, 1910, 260×391 cm
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Über das Kunstwerk
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Kunstgattung: Malerei
Motiv und Objekte: Allegorische Szene
Kunststil: Expressionismus
Technik: Öl
Materialien: Leinwand
Erstellungsdatum: 1910
Größe: 260×391 cm
Das Kunstwerk befindet sich in den ausgewählten Sammlungen: 199 selections
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Bildbeschreibung «Dance (II)»

1908 beauftragte der russische Sammler Sergey Shchukin Henri Matisse mit drei großen Tafeln, die Tanz, Musik und Schwimmen darstellen sollten. Letzteres wurde nicht ausgeführt, aber „Musik“ und vor allem „Der Tanz“ war eine Erklärung des Genies von Henri Matisse. Shchukin plante, die Halle seines Moskauer Herrenhauses mit diesen Gemälden zu dekorieren. Für Matisse war es der erste große Auftrag, konnte sich also endgültig vom Geldmangel verabschieden.

Inspirationsquelle für Henri Matisse war der Auftritt von Isadora Duncan, die mit der offiziellen Ballettschule brach und den Tanz mit Leidenschaft, Emotion und Wut erfüllte. Auch Matisses Besuch im Kabarett "Moulin de La Galette" mit Farandole (provenzalischer Volkstanz) auf der Bühne trug zur Entstehung des Panels bei.

Matisse lehnte die Unbestimmtheit der Impressionisten ab. So beschrieb er seine Arbeit an den Gemälden für Shchukin: "Wir setzen auf Klarheit, vereinfachende Ideen. Integrität ist unser einziges Ideal ... Wir sprechen darüber, wie man lernt und vielleicht lernt, neu in Linien zu malen".

Die technischen Mittel wurden bei dieser Arbeit auf ein Minimum beschränkt, Henri Matisse war äußerst lakonisch: der azurblaue Himmel, das Smaragdgrün des Hügels, die flammenden Körper. Die menschlichen Figuren sind verallgemeinert, wir können das berühmte Zitat des Künstlers "Ich male keine Frauen, ich male Bilder" umschreiben, um zu sehen, dass Matisse hier nicht die Tänzer malt, er malt den Tanz. Die nackten Körper haben etwas Primitives und Ursprüngliches an sich. Der Tanz erscheint als ein großes Daseinsmuster, er überlagerte die Leinwand und wurde zu einem Archetyp, dem Mythos des Tanzes. Vor uns kreisend. Mit verbundenen Händen drehen sich die fünf Figuren in einem rasenden Tanz. Sie bilden einen energiegeladenen Teufelskreis, der scheinbar kurz davor steht, die Leinwand zu entzünden.

Die Gemälde wurden 1911 im Salon ausgestellt und erregten Aufsehen. Wütende und leidenschaftliche Nacktheit der Tänzerinnen, deren Körper in der Ekstase des Tanzes verschmolzen, verärgerte Fans klassischer Schönheiten, die auf den Sofas liegen, umgeben von den pummeligen Putten. Nacktheit war keine Seltenheit, doch das Bild hatte mehr als nur Körper in sich: pure Ekstase, Leidenschaft und Sex spritzten aus diesem dreifarbigen Gemälde mit tanzenden Figuren auf das Publikum. Shchukin musste Matisse bitten, etwas "Schande" zu übermalen. Jedoch. Es konnte die emotionale und sinnliche Intensität des Gemäldes nicht zurückhalten.

Im Erdgeschoss von Shchukins Moskauer Herrenhaus sollte ein mitreißender, aufregender und verführerischer "Tanz" von Henri Matisse platziert werden. "Music" sollte mit seinen ruhigen, meditativen, in sich selbst vertieften Vibes die Stimmung des Gastes im zweiten Stock ausgleichen. Dieselben drei Farben, dieselben fünf Figuren sind nicht mehr auf dem Hügel abgebildet, sondern auf der Ebene, sie verschmelzen nicht, sondern erscheinen als einzelne Charaktere, in sich und die Musik vertieft. Im dritten Stock wollte der Sammler die Tafel mit Freizeit, Schwimmen und Relaxen platzieren.

Matisse hingerichtet Andere Version von „the Dance“, das sich heute im New Yorker Museum of Modern Art (MOMA) befindet. Raymond Eskola glaubte, dass Matisse in seiner zweiten Version von „The Dance“ die Sinnlichkeit und Bacchant-Motive der ersten Version übertroffen hat. Die meisten Forscher sind sich jedoch einig, dass es sich um eine Skizze zu dem Gemälde handelt, das nach der Revolution verstaatlicht und in die Eremitage überführt wurde, wo es heute aufbewahrt wird.

Matisse erstellt ein anderes Panel zum Thema für die Barnes Foundation. Es war 13 Meter, und Matisse verwendete dort die Technik der Decoupage.
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