Bildbeschreibung «Watson und Hai»
"Watson und Shark" - Das berühmte Gemälde des amerikanischen Malers des 18. Jahrhunderts, John Singleton Copley. Es wurde aber nicht in Amerika geschrieben, sondern in England - der Künstler zog schließlich 1775 dorthin, als der Unabhängigkeitskrieg in den Vereinigten Staaten begann. In Amerika schrieb Copley fast ausschließlich Porträts, beschloss jedoch in seiner neuen Heimat, sich in großformatigen Kompositionen zum Thema Moderne zu versuchen. Und er hat nicht verloren: "Watson and the Shark" wurde sofort zu einem anerkannten Meisterwerk.
Der Hai griff den 14-jährigen Jungen im fernen Jahr 1749 in den Gewässern des Hafens von Havanna an. Die exotische Handlungsauswahl ist leicht zu erklären: Das Bild wurde von Copley, Oberbürgermeister von London, Brooke Watson, bestellt - er war es, der vor einem Vierteljahrhundert von einem wilden Monster angegriffen wurde. Rettete Watsons Crew, die an einem Boot vorbeifuhr. Der junge Mann verlor ein Bein zum Knie und den Fuß des zweiten Beins, aber nicht die Anwesenheit des Geistes.
Copley zeigt, wie Menschen in einem Boot unterschiedlich auf das reagieren, was gerade passiert und wer Watson retten will. Sie erleben einen Sturm von Emotionen - von verzweifelter Entschlossenheit bis zu leisem Entsetzen. Der schwarze Seemann wirft Watson ein Rettungsseil, aber der arme Kerl greift nicht danach. Ein langhaariger junger Mann in einer Jacke, der seinen Fuß auf die Kante des Bootes lehnt, zielt mit einer Harpune auf das Monster. Und der alte Bootsmann hält zwei tapfere Seelen fest, die Watson die Hände ziehen, damit sie nicht ins Meer fallen. Eine Gruppe von Rettern hat Copley besonders dynamisch zurückgelassen. Es ist, als wäre es in einem Dreieck geschrieben, dessen Spitze ein Harpunier ist.
Aber Copley hat sich nicht zum Ziel gesetzt, den Betrachter zu schockieren. Er versucht blutige Details zu vermeiden. Während des Schreibens eines Bildes wurden viele Details geändert. Die Infrarotanalyse zeigt, dass der alte Bootsmann ursprünglich ein junger Mann war. Und den vorläufigen Skizzen nach zu urteilen, war der schwarze Seemann als weißer Mann mit langen Haaren konzipiert.
Copley selbst war noch nie in Havanna. Er zog Informationen aus Stichen und Buchillustrationen. Im Hintergrund stellte er ein echtes Wahrzeichen dar - die Festung von El Morro. Aber der Hai "nach den Büchern" kam bei Copley nicht so überzeugend heraus: Einige Kritiker stellten fest, dass er sie mit ihren Augen und ihrem Mund eher an einen Tiger erinnerte.
Dennoch ist Copleys Innovation für seine Ära sicher. Zu dieser Zeit wurden mehr Bilder mit religiösem oder historischem Inhalt mit einer landesweiten Berichterstattung geschrieben, und Copley wählte eine Handlung aus dem Privatleben. Und sein Mut hat sich ausgezahlt: 1778 wurde das Gemälde in der Royal Academy ausgestellt. Dann wird Copley noch eine Vollversion nicht für Watson, sondern für ihn persönlich schreiben und in seiner Werkstatt aufhängen (sie ist jetzt im Museum of Fine Arts von Boston vertreten - das heißt, sie ist von England nach Amerika zurückgekehrt). Das dritte kleine Exemplar befindet sich im Detroit Institute of the Arts. Übrigens kopierte er nach seinem Tod sein Exemplar von Copley zum Zweck der moralischen Ermutigung in ein Wohltätigkeitsheim: Er wollte betonen, dass jeder Erfolg haben kann. Und selbst wenn Ihnen mit 14 Jahren ein Hai die Hälfte der Gliedmaßen genommen hat, können Sie dennoch Oberbürgermeister der britischen Hauptstadt werden.
Urheber: Oleg Vybyvanets